Stora Enso erhöht die Produktion von Bauelementen für den Export und für den Städtebau

Stora Enso erhöht die Produktion von Bauelementen für den Export und für den Städtebau

Stora Enso wird in Finnland mit der LVL-Produktion (Laminated Veneer Lumber; Furnierschichtholz) beginnen. Im zweiten Quartal 2016 wird die alte Papiermaschine im Werk Varkaus durch eine neue Produktionslinie ersetzt, bei der man mit Hilfe von Drechseltechnik Bauelemente aus Holz fertigen will. Ziel des Konzerns ist es, die heutige Produktion von Schnittholz und CLT mit dem weltweit bekannten und genutzten Holzwerkstoff zu ergänzen, weil dieser sich für viele verschiedene Anwendungen eignet.

jari suominen

„Die Platte ist beim Bau vielseitig anwendbar und eignet sich von kleinen Wohnhäusern bis hin zu mehrstöckigen Wohnkomplexen. Des Weiteren können Lösungen aus Furnierschichtholz mit Schnittholz- und CLT-Produkten kombiniert werden“, beschreibt Jari Suominen, der Leiter des Bereichs Wood Products.

Die geschätzte jährliche Kapazität der Produktionslinie beläuft sich auf ungefähr 100.000 m3. Man geht davon aus, dass durch diese Investitionen ein jährlicher Umsatz von 50 Mio. Euro erzielt wird, sollte die Produktionslinie mit voller Kapazität ausgelastet sein.

„Mit diesen Investitionen und Innovationen stärken wir unsere Position als weltweiter Anbieter von verarbeiteten Holzelementen. Die neuen Produkte ergänzen hervorragend unsere bereits bestehenden CLT-Produkte bei Lösungen, bei denen die Elemente unsichtbar unter den Oberflächenmaterialien bleiben sollen. Gleichzeitig erweitern wir unser Produktsortiment und stärken unsere Marktposition als Hersteller von Bauelementen.“

Herr Suominen sieht die Investitionen als Teil von Stora Ensos Änderung zu einem kundenorientierten Konzern von erneuerbaren Materialien. Mit Hilfe dieser Investitionen können wir auf die steigende Nachfrage im Bereich Städtebau reagieren, neue geographische Regionen und Märkte bedienen und unseren Kunden eine breitere Auswahl an Holzwerkstofflösungen anbieten.

Laut Herrn Suominen basieren die Investitionen auf dem Wissen, dass Holz das Baumaterial der Zukunft ist. Holz ist eine energieeffiziente, erneuerbare und kohlenstoffneutrale Alternative beim Bauen.  Die verarbeiteten Holzwerkstoffe spielen zukünftig eine Schlüsselrolle in unserem Produktportfolio. Bei immer größerem globalem Bevölkerungswachstum einerseits und Reduzierung der nicht-erneuerbaren natürlichen Ressourcen andererseits stellt Holz eine verantwortungsvolle Alternative für die Bedürfnisse der Bauindustrie dar.

Großer Anteil der Produktion für den Export

Herr Suominen weist darauf hin, dass es die Drechseltechnik die bei der Produktion verwendet wird, schon seit Jahrzehnten gibt, aber durch die Entwicklungsarbeit von Stora Enso ist auch eine kosteneffiziente Fertigung von Bauelementen aus Furnierschichtholz möglich. „Das Produkt soll in Finnland verwendet werden, aber ein großer Teil der Produktion ist für den Export gedacht.“ Das in Varkaus gefertigte Furnierschichtholz ergänzt das in Österreich gefertigte Brettschichtholz sowie die Gesamtauswahl von Stora Enso im Bereich Bauwerkstoffe.

„Das Endprodukt kann mit Hilfe computergestützter Produktionssteuerung für die Kundenbedürfnisse maßgeschneidert werden. Das Furnierschichtholz ist im Verhältnis zu seinem Gewicht viel stärker als Stahl“, erklärt Herr Suominen.

Die Produktion von Furnierschichtholz wird in Varkaus stattfinden, da dort die benötigten Räumlichkeiten für die Produktionslinie vorhanden sind. Nach dem Produktionsstart wird das Werk ca. 80 Personen aus der Region Varkaus beschäftigen, das Gesamtbeschäftigungsniveau in der Region liegt bei ca. 150 Personen. Bei der Produktion werden bereits bestehende Immobilien als auch die umliegende intakte Infrastruktur genutzt.

„Mit der in Varkaus im Herbst 2015 beginnenden Kartonproduktion werden wir deutliche Vorteile beim Erwerb und bei der möglichst effektiven Nutzung von Holz erzielen. Die Furnierschichtholzlinie wird als Rohstoff Fichte und Birke verwenden und auch solche Stammgrößen nutzen, die wir früher gar nicht verwenden konnten“, sagt Herr Suominen.

 

Artikkelipalvelu Markku Laukkanen