Laut dem Minister für Landwirtschaft, Forst und Umwelt Kimmo Tiilikainen, der für Wohnungsangelegenheiten zuständig ist, müsste der Holzbau aufgrund der Klimaziele europaweit gefördert werden. „Dies würde eine große Rolle spielen – sowohl bei den Klimazielen als auch beim Holzbau. Holz bindet als erneuerbares Material Kohlendioxid und dies hat positiven Einfluss auf den CO²-Fußabdruck während des Lebenszyklus eines Gebäudes.“
According to Minister of Economic Affairs Olli Rehn, the government is furthering use of wood products in construction as part of its strategic goal for bioeconomy and clean solutions. "It is now important to continue development of industrial wood construction and further improve competitiveness of wood as a construction material as part of Finland's bioeconomy development. Know-how and experience increase most through hands-on wood construction sites. This pertains to multi-storey residential buildings, public buildings, hall-like buildings and even wooden bridges. It requires continued good collaboration between the government, wood product companies and construction companies."
Der Hauptpreis des alle zwei Jahre verliehenen Schweighofer-Prize in Höhe von 100 000 Euro ging in diesem Jahr an den Österreicher Dr. Erich Wiesner. Der Preis für das Lebenswerk dient als Anerkennung für die Personen oder Organisationen, die als Vorbild für die gesamte Forst- und Holzwirtschaftsbranche in Europa tätig sind.
Das Wiedererstarken der Wirtschaft in Europa sieht man als steigenden Wachstumsfaktor für den Sperrholzverbrauch. Laut Mika Sillanpää, dem Leiter des Bereichs Sperrholz von UPM, muss man darauf vorbereitet sein, dass der Sperrholzmarkt mit dem europäischen Wirtschaftswachstum Fahrt aufnimmt. Mehr als 90 Prozent der Produktion von UPM Plywood geht in den Export.
Die in Nordamerika und Mitteleuropa übliche CLT-Massivholzkonstruktion bei Ein- und Zweifamilienhäuser hat auch den finnischen Fertighausmarkt erobert. Die Produkt- und Prozesswissen erfordernde Entwicklungsarbeit beim Bauen ist die Folge des Rückgangs an Nachfrage von Fertighäusern sowie den Veränderungen der Verbrauchergewohnheiten beim Bauen. Das Massivholzelemente verarbeitende Unternehmen Olament Oy als auch das Unternehmen Vivola Oy, das diese Elemente den Kunden anbietet, erwarten, dass das neue Produkt auf dem Fertighausmarkt zu starkem Wachstum führt.
Beim öffentlichen Bauen der finnischen Gemeinden stellt die Modul- und Element-Technologie mit Holzkonstruktionen eine schnell wachsende Lösung dar. Die Gemeinde und Städte haben festgestellt, dass die Raummodule mit Holzkonstruktionen mit Hilfe des Leasing-Finanzierungsmodells die beste Lösung ist, wenn auf Raumbedarf schnell reagiert werden muss wie z. B. beim Bauen von Schulen, Kindergärten oder Gebäuden für betreutes Wohnen. Die Fundamente für die transportablen Gebäuden können schnell gebaut werden und die Elemente sind leicht zu transportieren und vor Ort schnell zu montieren.
Stora Enso wird in Finnland mit der LVL-Produktion (Laminated Veneer Lumber; Furnierschichtholz) beginnen. Im zweiten Quartal 2016 wird die alte Papiermaschine im Werk Varkaus durch eine neue Produktionslinie ersetzt, bei der man mit Hilfe von Drechseltechnik Bauelemente aus Holz fertigen will. Ziel des Konzerns ist es, die heutige Produktion von Schnittholz und CLT mit dem weltweit bekannten und genutzten Holzwerkstoff zu ergänzen, weil dieser sich für viele verschiedene Anwendungen eignet.
Versowood Oy, der marktführende finnische Hersteller von Holzbrücken, hat von den Behörden eine Typgenehmigung für eine Fußgänger- und Fahrradbrücke aus Brettschichtholz erhalten. Der Geschäftsführer Ville Kopra ist mit dem Ergebnis des langjährigen Genehmigungsprozesses zufrieden und geht davon aus, dass dies neue Märkte für den Bau von Holzbrücken eröffnet.
Petteri Orpo, Minister für Land- und Forstwirtschaft in der finnischen Regierung, findet es wichtig, dass die Gesellschaft Voraussetzungen für die Entwicklung und für die Vermarktung des Holzbaus auch in der Zukunft schafft. Laut Herrn Orpo sind die von der Regierung begonnenen Maßnahmen und Programme für die Förderung des Holzbaus ein begründeter Teil der Bioökonomiestrategien und des Kampfs gegen den Klimawandel gewesen. „Die Forstwirtschaft und Holzverarbeitung sind das Rückgrat der Bioökonomie. Die in der Bauindustrie verwendeten Produkte der Holzproduktindustrie vertreten erneuerbare und kohlenstoffarme Materialien, die den Übergang zum ressourceneffizienten Bauen ermöglichen.“
Die finnische Möbelindustrie, die mit ihren Design-Produkten weltberühmt geworden ist, befindet sich inmitten struktureller Veränderungen. Letztes Jahr war der Import der Möbel nahezu viermal größer als der Export. Da die Massenproduktion in die Länder mit niedrigeren Produktionskosten umgelagert wird, haben in der Möbelindustrie nur die Unternehmen eine Chance, die sich spezialisieren.

Pages