Der neueste UN-Klimabericht warnt vor tiefgreifenden und irreparablen Folgen, falls man die CO²-Emissionen nicht in den Griff bekommt. Da sich aktuell die Treibhausgasmenge in der Atmosphäre auf Rekordniveau befindet, sind für die Eindämmung der Emissionen schnelle und konkrete Entscheidungen nötig. Gemäß dem Bericht hat die Weltbevölkerung nur wenig Zeit, die Klimaerwärmung mit relativ geringen Kosten unter Kontrolle zu bringen. Ziel ist es, die Emissionen in den Jahren 2010 bis 2050 um 40–70 % zu senken und die Nutzung der fossilen Brennstoffe bis zum Jahr 2100 komplett auslaufen zu lassen.
serlachius museum
Die fast 6 000 m² große Erweiterung des Gösta-Museums der Gösta Serlachius Kunststiftung in Mänttä ist fertig und für die Besucher geöffnet. Die Konstruktionen des 135 Meter langen Holzpavillons, der direkt neben dem alten Museum gebaut wurde, sind aus Brettschichtholz und die Verkleidung aus behandelten Vertikalbrettern.
Die norwegische Politik hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Holzbrücken beim Brückenbau deutlich zu erhöhen. Der Anteil von Holzbrücken liegt in Norwegen momentan bei 10 %, in Finnland dagegen schätzungsweise bei ca. 4 %. Die Unterstützung der Anwendung von Holz beim Brückenbau ist Teil des Förderprogramms für Holzbau der norwegischen Regierung.
Der Wald und das Holz haben dem neuen Musikhaus von Helsinki nicht nur äußere Erscheinung, Persönlichkeit und Stimmung gegeben sondern auch beschreibende Äußerungen. Der kübelartige Saal heißt nun Rauchsauna wegen seinen warmen und dunklen Farbnuancen auf den Birkenwänden, die überlappend angebrachte Bänke im weingartenartigen Zuschauerraum werden als Stauung von Baumstämmen genannt, die hölzerne Treppen sind Bächlein und die Dachdeckung im Saal, ein den Tonklang regulierendes Überdach, bekam vom Publikum den Namen ”Die Krone des Klanges” (Sointilatvus). Also sieht es so aus, dass der Hauptsaal langsam ein Teil der finnischen Nationallandschaft sein wird.
Die bereits lang erwartete Produktion von CLT-Massivholzelementen beginnt in Kuhmo und somit werden die Massivholzplatten erstmals in Finnland hergestellt. Laut Juha Virta, dem Gründer und Geschäftsführer von Crosslam Oy, waren die Erfahrungen mit der europäischen CLT-Produktion sowie die Anwendung der CLT-Platten beim Bauen der Anreiz für diese Produktionsentscheidung.
Kurze Bauzeit, wettbewerbsfähige Preise und ökologisches Image haben die Wettbewerbsfähigkeit und Beliebtheit der Holzbauweise gesteigert. Besonders die Anwendung von vorgefertigten CLT-Platten nimmt beim Bauen von mehrgeschossigen Häusern, Kindertagesstätten, Häusern für betreutes Wohnen sowie Einkaufszentren zu. Im Zentrum von Graz wird gerade eine Wohnanlage mit 12 mehrgeschossigen Häusern, die insgesamt 143 Wohnungen beherbergen, gebaut. „Ursprünglich waren die Häuser als Betonbauweise geplant, aber als Investor wollten wir eine neuartige Alternative finden und uns um ein gutes Image bemühen. Um dies zu erzielen, haben wir uns für die Holzbauweise entschieden“, beschreibt Martin Partoll, Geschäftsführer der Aktiv Klimahaus GmbH.
Matti Kuittinen, der als Forscher in der Aalto-Universität tätig ist, sieht im Klimawandel die größte Herausforderung der Menschheit sowie des kompletten Ökosystems. Der CO²-Gehalt der Atmosphäre ist u. a. in Folge der Nutzung von fossilen Brennstoffen in den letzten zwei Jahrhunderten von 300 ppm auf 400 ppm gestiegen. Um folgenschwere Umweltkatastrophen zu vermeiden, ist international eine Obergrenze der globalen Erwärmung um 2 Grad Celsius vereinbart worden. Damit diese Vereinbarung eingehalten werden kann, dürfen in die Atmosphäre höchstens eine Trillion Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen werden. Aktuell liegt der Ausstoß bei 0,6 Trillionen Tonnen und die Emissionen nehmen immer rasanter zu. Wird dieses Tempo beibehalten, wird eine Kohlendioxidmenge von einer Trillion Tonnen in 27 Jahren erreicht sein.
Neue WPC-Produkte ermöglichen die Anwendung von leichten und leicht anpassbaren Baukomponenten und -Systemen. Jyrki Vuorinen, Professor der Materialwissenschaften an der Technischen Universität Tampere, schätzt, dass die aktuelle Entwicklung der Materialien zu bedeutenden Erneuerungen beim Bauen führen wird.
Der finnische Entwicklungsminister Pekka Haavisto ermutigt die Unternehmen der Holzproduktbranche neue Absatzmöglichkeiten an den Märkten der humanitären Hilfe zu suchen, wo es eine Nachfrage nach leichten Übergangshäusern aus Holz gibt.
In Krankenhäusern wird Holz als Baumaterial immer beliebter, da Holz den Heilungsprozess fördert, Stress vermindert und positive Auswirkungen auf den Gemütszustand des Menschen hat. So wird beispielsweise bei der Planungsphase des Bauprojektes von Kajaani's Krankenhaus die Verwendung von Holz stark miteinbezogen. Laut Ph. D. Marjut Wallenius, die als Dozentin an der Universität Tampere tätig ist, fördert die Verwendung von Holz in betreuten Wohnheimen und Kranhäusern die Gesundheit und das Wohlbefinden von Körper und Geist. „Für die Architekten und Tragwerkplaner möchte ich die Herausforderung und den Wunsch aussprechen, Holz in Innenräumen sichtbar zu lassen“, sagt Dr. Wallenius.

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