Blockbalkenkonstruktionen

Blockbalkenkonstruktionen

Arten der Konstruktionen

Die Blockbalken werden hauptsächlich in den Wandkonstruktionen verwendet. Die Konst­ruktionen der Böden, der Zwischenböden und Decken eines Blockhauses werden wie bei an­deren Holzbauten realisiert.

Die Konstruktionsarten bei Blockbalken aus Vollholz sind einfach. Die wesentliche Aufga­be des Architekten ist es zu bestimmen, wel­che Eigenschaften von den Wänden gefordert werden, welche Form die Blockbalken und die Fugen haben sollten und welche eventuellen Oberflächenbehandlungen durchgeführt wer­den sollten. Die Form und die Dichtung der Aussparung sowie die Stärke des Holzbalkens werden durch die gewünschten Eigenschaften bestimmt.

In Außenwänden können entweder pure Blockbalken verwendet werden oder sie kön­nen zusätzlich mit einer Isolierung versehen werden. Je stärker der gewünschte Blockbalken ist, desto besser sind seine energetische, brand­schutz- und schalltechnische Eigenschaften. Auch die Form und die Dichtung der Ausspa­rung haben Auswirkungen auf diese Eigen­schaften. Weitere Informationen über die Ei­genschaften, die durch die unterschiedlichen Stärken und Formen der Blockbalken erzielt werden können, erhalten Sie von den Block­balkenherstellern und u. a. in der RT-Empfeh­lung 82-11168.

In den Zwischenwänden ist es wichtig, dass die Höhe des Blockbalkens und die senkrech­te Konstruktion der der Außenwand entspre­chen, damit die Blockbalken gleichmäßig ab­sinken. Durch die Form und die Abdichtung sowie Erhöhung der Blockbalkenstärke kann die Schalldämmungsfähigkeit der Blockbal­kenzwischenwand verbessert werden. Block­balken können auch in den Wandkonstrukti­onen zwischen Wohnungen eingesetzt werden.

Verbindungen

Zusätzlich zu den mit Festigkeit verbundenen Eigenschaften sollten bei den Verbindungen besonders auf die Luftdichtigkeit geachtet wer­den. Das Verhindern von Luftleckagen ist eine wesentlicher Faktor um eine gute Energieeffi­zienz zu erzielen. Die Verbindungen müssen ihre Dichtigkeit trotz der Formänderungen, die durch die Setzung verursacht werden, bei­behalten. Für die Langlebigkeit ist es wichtig, dass das Eindringen von Wasser in die Konst­ruktionen verhindert wird.

Verbindung mit dem Fundament

Es ist zu empfehlen, dass die Verbindung mit dem Fundament mittels Schwellenholz durch­geführt wird. Dadurch ist es leichter die genauen Stellen der Gebäudewände auf dem Fundament zu bestimmen. Auf das Fundament werden Bi­tumenbahnen gegen das Aufsteigen der Kapillar­feuchte montiert. Das Schwellenholz wird abge­dichtet und gut an dem Fundament befestigt. Die Fugen zwischen Bitumenbahnen und Schwellen­holz können mit Dichtungsmasse beim Montie­ren des Schwellenholzes abgedichtet werden. In diesem Fall wird auf die Unterseite des Schwel­lenholzes eine Dichtmasse gespritzt.

Auf die Außenseite des Schwellenholzes kann bei Bedarf eine Blechleiste befestigt wer­den, damit der Saum sauber aussieht und der obere Rand vom Sockelputz und der Bitumen­bahnen verdeckt werden. Die Tropfkante ober­halb des Fundaments ist auch deshalb eventu­ell erforderlich, weil in einem Blockhaus die Fassade nicht unbedingt über die Fassadene­bene vorsteht, sowie es der Fall bei der Bretter­verkleidung ist. Der unterste Blockbalken wird an dem Schwellenholz durch eine Blockbal­ken durchgehende Verschraubung befestigt. Unter dem untersten Blockbalken wird eine EPDM-Folie montiert, damit diese zwischen den glatten Flächen liegt. In einem belüfteten Unterboden sind die Bodenbalken leicht zu le­gen und auf den glatten Schwellenhölzern zu befestigen.

Die Anschlüsse der Zwischendecke

Es wird empfohlen, die Anschlüsse der Zwi­schendecke so zu gestalten, dass die Enden der Balken auf die dafür vorgesehenen Öff­nungen in der Blockwand aufgesetzt werden. Die Balken werden während der Montage der Blockbalkenrahmen montiert und auf die Blockwand von oben geschraubt. Gleichzei­tig bleibt der Wandanschluss sauber, falls die Balken von unten aus sichtbar bleiben sollen. Die restlichen Bauteile der Zwischendecken­konstruktion hängen von den gewünschten Eigenschaften ab.

Die Anschlüsse der Deckenbalken

Bei den Anschlüssen zwischen den Decken­balken und der Außenwand ist es wichtig si­cherzustellen, dass der Anschluss die von der Setzung verursachten Bewegungen der De­ckenbalken ermöglicht. Der Anschluss der Decke mit Nagelplattenbinder zur Außen­wand unterscheidet sich nicht von dem des typischen Holzbaus.

Die Anschlüsse für Fenster und Türen

Aufgrund der Kontrolle der Setzung werden bei Blockhäusern oft dicke Abdeckbretter um die Fenster und Türen verwendet. Die heutige Holzbearbeitungstechnologie ermöglicht je­doch die Blockbalken so zu formen, dass die Fenster und Türen ohne Abdeckplatten auf der Außenseite montiert werden können. Am oberen Rand der Fenster- und Türöffnungen wird empfohlen, ein waagerechtes Holz einzu­setzen, an dem die T-Hölzer mit Kreuzschlitz­schrauben befestigt werden.